Qualitätskontrolle im Mittelalter
Bereits im Mittelalter gab es sogenannte Qualitätskontrollen für Brot. Hierbei stand die Kontrolle des Gewichts an erster Stelle. Die Beimengung anderer Inhaltsstoffe wurde ebenfalls als Betrug angesehen. Da die Bäcker im Mittelalter ein hohes Ansehen genossen, wurden sie bei Verstößen gegen die Zunftordnung oder bei anderen Betrügereien entsprechend hart bestraft. Im Mittelalter und in der frühen Neu zeit gab es neben dem „Alltagsbrot“ auch besondere Brot- und Gebäckarten, die je nach Form und Gestalt zu unterschiedlichen Festen im Jahres- oder Lebenslauf gebacken und/oder verschenkt wurden. Hierbei erfolgte im Wesentlichen eine Unterscheidung zwischen den Gebildebroten, die ohne besondere Hilfsmittel mit der Hand gestaltet wurden, und den sogenannten gemodelten Gebäcken, die mit Hilfe von Stein-, Ton- oder Eisenmodeln geformt wurden.
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